Die Veranlagung von unbebauten, bebaubaren Grundstücken in beiden Ortsteilen wurde jetzt im November durchgeführt. Nachdem eine Beitragsverjährung nach vier Jahren ab Beitragspflicht eintritt, musste diese Veranlagung zwingend erledigt werden!
Die Gemeinde erhebt von diesen Grundstückseigentümern sowohl die Grundstücksfläche als auch eine fiktive Geschossfläche von 300 m². Dieser Geschossflächenparameter wurde von der Verwaltung nicht willkürlich festgesetzt. Hier gibt es natürlich umfangreiche Rechtssprechung, an die wir uns als Gemeinde halten müssen.
Nachdem die Geschossflächen der bestehenden Gebäude durch die gründliche Aufnahme im Jahr 2008 der Verwaltung vorliegen, konnten wir eine sehr exakte Durchschnittsfläche ermittlen. Da bei der Geschossfläche sowohl der Keller als auch ein ausgebautes Dachgeschoss mit einberechenet werden muss (bitte nicht mit der Wohnfläche verwechseln!), haben wir in beiden Ortsteilen nur vereinzelt Gebäude, die eine Geschossfläche unter 300 m² aufweisen.
Zunächst war angedacht, mit den betroffenen Grundstückseigentümern eine gemeinsame Sitzung abzuhalten. Dies war jedoch, da es sich um einzelne persönliche Angelegenheiten handelt, leider nicht möglich. Sollten hierzu noch offene Fragen bestehen, so stehen Herr Seelig von der Verwaltungsgemeinschaft und ich für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.
Uns im Gemeinderat ist sehr wohl bewusst, dass hier auf die Grundstückseigentümer dieser Baulücken eine enorme finanzielle Belastung zugekommen ist. Diese Veranlagung brachte auch wieder sehr viel Unruhe in unsere beiden Ortsteile.
Wenn jedoch jetzt von einigen Betroffenen behauptet wird, dass diese Beiträge überraschend gekommen seien, so muss ich schon entgegenhalten, dass ich auf dieses Thema bereits seit zwei Jahren in den Bürgerversammlungen und auch in den Bürgerbriefen hinweise!
Auch die nachträgliche Änderung der Abwassersatzung hinsichtlich der Veranlagung der Geschossfläche wirft bei den Betroffenen Unverständnis auf. Hierzu möchte ich anmerken, dass eine Zwischenfinanzierung der ausstehenden Herstellungsbeiträge durch eine Kreditaufnahme die Gemeinde Schwabsoien finanziell nicht belastet hätte. Die anfallenden Zinsen hätten in die Gebühren für die Abwasserentsorgung eingerechnet werden müssen.
Nch vorsichtiger Schätzung der Verwaltung hätte dies für alle Gebührenpflichtigen eine Gebührenmehrung von ca. 50 Cent pro m³ Abwasser bedeutet - wäre diese Art der Veranlagung gerechter gewesen?
Die betroffenen Grundstückseigentümer investieren in die Zukunft und verfügen über voll erschlossenen Baugrund, den sie entweder selbst oder durch ihre Nachkommen jederzeit bebauen können. Auch ein freier Verkauf dieser Baulücken wäre natürlich möglich.
Die Kanalarbeiten in Sachsenried sind mittlerweile abgeschlossen. Die Pumpstation im Bereich Haslach / Bahnhof geht Ende Juni in Betrieb. Nach Fertigstellung dieser Anlage können auch die restlichen Grundstückseigentümer im Reitleriedweg als auch im Haslach und am Bahnhof in die gemeindliche Kanalisation einleiten.
Die Arbeiten in Schwabsoien werden vermutlich 2005 fertig gestellt. Zur Zeit arbeitet die Firma Schmid im Bereich Punzenbergweg - Tannenlaichweg - Alpenweg - Wiesleweg. Nach Abschluss der Kanalarbeiten in diesem Bereich werden sofort die Straßen wieder hergestellt. Nach Einschätzung der Firmen dauert dies bis Mitte Juli. Anschließend versetzt die Kolonne in den Bereich Mühlenweg /Schönachstraße.
Eien weitere Kolonne ist momentan beschäftigt am Kellerberg und Netzenbergweg die Kanalsiation zu verlegen. Diese Arbeiten dürften bis Mitte/Ende Juni abgeschlossen werden. Anschließend verlegt diese Kolonne in die Schmiedestraße.
Die Hauseigentümer, die bereits die Möglichkeit des Anschlusses an die gemeindliche Kanalisation haben, werden gebeten und aufgefordert ihre Hausanschlüsse herzustellen. Als Frist wird hier der 15. Juli 2005 festgesetzt. Sollten Haushalte bis zu diesem Zeitpunkt ihren Anschluss nicht gefertigt haben, so wird seitens der Gemeinde der Zählerstand des Trinkwassers abgelesen und die anfallenden Kanalgebühren ab diesem Zeitpunkt berechnet.
In diesem Zusammenhang sei nochmals erwähnt, dass beim Anschluss an den Übergabeschacht es unbedingt erforderlich ist unseren Klärwärter, Herrn Magnus Holl, (Tel. privat 18 05 26, Handy 0160/91 60 31 85) zu verständigen. Herr Holl nimmt hier mit einem Erfassungsblatt den genauen Verlauf der auf privatem Bereich verlegten Rohre auf und erfasst auch den
Wasserzählerstand.
Zur Festsetzung der Kanalgebühren sei gesagt, dass eine endgültige Kalkulation momentan noch nicht möglich ist, da über die Betriebskosten der Kläranlage noch keine Aussagen gemacht werden können. Der Gemeinderat entschied sich, dass bis zum Vorliegen exakter Zahlen momentan 1.-€ /m³ Frischwasserbezug einbehalten wird. Seit 01.01.2005 werden diese Gebühren bei den bislang angeschlossenen Anwesen erhoben.
Bei den Herstellungsbeiträgen wurde nun vereinbart, dass keine weitere Abschlagszahlung per Bescheid eingezogen wird. Nach Berechnung der Kämmerei dürfte der bislang insgesamt erhobene Betrag von 23.-€/m² Geschossfläche im Bereich dessen sein, was letztendlich abgerechnet werden muss. Eine Erhebung von Herstellungsbeiträgen im Bezug auf Regenwaserkanäle wird in Form einer Abschlagszahlung nicht getätigt. Momentan zeichnet sich ab, dass nach Fertigstelung der Kanalarbeiten lediglich noch die Schlussrechung gestellt wird. Dies dürfte vorraussichtlich ende 2006 / Anfang 2007 der Fall sein.
Für die Anwesen, die bis Ende 2004 mit Übergabeschächten ausgestattet wurden, kommen diese im Juli / August 2005 in Rechnungstellung. Sie können sich finanziell darauf einrichten, dass jeder Grundstückseigentümer einen Betrag zwischen 1.000 und 1.500 € (je nach Tiefe des Übergabeschachtes und den tatsächlich entstandenen Kosten auf Privatgrund) bezahlen muss.
Auch die neue Wasserversorgung samt Hochbehälter in Sachsenried ist mittlerweile fertig gestellt. Momentan werden die Schlussrechungen vom Ingenieurbüro geprüft. Die Abschlussrate für dieses Projekt wird vorraussichtlich im November /Dezember 2005 erhoben.
In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die vorraussichtlichen Baukosten 850.000 € brutto betragen. Nachdem bei diesen Kosten die Mehrwertsteuer abgezogen werden muss, belaufen sich die Nettokosten auf 733.000 €. Hiervon muss der Zuschuss von 13,9 % Festbetragfinanzierung (84.100 €) sowie die Nachveranlagung für das Neubaugebiet "Waldhausstraße Nord" in Höhe von 40.000 € abgezogen werden. Daraus resultiert ein umzulegender Betrag in Höhe von ca. 610.000 € netto.
Der Gemeinderat beschloss eine Umlegung von 85 % der Herstellungskosten. Der Restbetrag wird über die Gebühren eingebracht. Nach bisherigen Berechnungen beträgt die Veranlagung von Grundstücksflächen 0,90 € /m² und die der Geschossfläche 5,79 € pro m². Die Berechung ist so ausgelegt, dass hier der jetzige Wasserpreis von 0,38 € pro m³ gehalten werden kann.
Kanalisation
Die Arbeiten im Zusammenhang mit der Kanalherstellung im Gemeindegebiet sind wie im Bauabschnitt 1 voll im Zeitplan. Die Maßnahme in Schwabsoien (Kaufbeurerstraße) wurde bereits im Herbst abgeschlossen. In Sachsenried konnte vor Winterbeginn auch noch die Hauptstraße, die ein wesentlicher Bestandteil der Baumaßnahmen ist, größtenteils fertiggestellt werden. Den dortigen Anwohnern ein Dankeschön für die aufgebrachte Geduld und für das Verständnis gegenüber der Baufirma.
Die Bauarbeiten in diesem Jahr haben bereits am 18. März wieder begonnen. Ziel ist es, dass in Sachsenried heuer die Baumaßnahmen abgeschlossen werden können.
Die Bauarbeiten am Klärwerk wurden bereits im Oktober vergangenen Jahres begonnen. Hier ist der Zeitplan auch so, dass das Klärwerk im Herbst diesen Jahres in Betrieb gehen kann.
Die Ausschreibung für den Bauabschnitt 2 läuft derzeit. Sie umfasst den östlichen als auch den südlichen Teil von Schwabsoien. Von den Bauarbeiten tangiert sind hier der Bruckerberg, Füssener Straße, Schongauer Straße, Landsberger Straße sowie der gesamte östliche Bereich.
Welche Firma diese Arbeiten ausführen wird, ist momentan noch nicht bekannt.
Die 2. Rate des Herstellungsbeitrages für die Abwasseranlage wird in der letzten März- bzw. in der ersten Aprilwoche erhoben. Die Bescheide gehen rechtzeitig bei den Bürgern ein. Der Gemeinderat hat beschlossen, dass wiederum lediglich die Geschossfläche berechnet wird. Die Rate umfasst 10.-€/m² Geschossfläche. Die Regenwasserveranlagung wurde noch nicht berücksichtigt. Ohne hier der abschließenden Abrechnung vorgreifen zu wollen, müßten die beiden Abschlagszahlungen (insgesamt 23.- €/m² der Geschossfläche) den größten Teil der Umlage ausmachen. Ein Gemeinderatsbeschluss über die prozentuale Gesamtumlage ist derzeit noch nicht gefasst. Der Gemeinderat muss hier überlegen, zu wie viel Prozent die verbleibenden Kosten an die Bürger weitergegeben werden. Je niedriger der Umlagefaktor ist, umso höher werden natürlich die Abwasserkosten.
Wasserversorgung Sachsenried
Die Wasserversorgung Sachsenried wird parallel zu den Knalarbeiten durchgeführt. Der Hochbehälter ist ebenfalls bereits im Bau. Nachdem das Ingenieurbüro Ammann & Bäumler errechnet hat, dass der Druck in verschiedenen Teilen von Sachsenried nicht ausreichend ist, wurde im Gemeinderat beraten, ob generell eine zentrale Druckerhöhungsanlage im Hochbehälter installiert werden soll. Dies wurde jedoch vom Gemeinderat aus Kostengründen abgelehnt. Die Haushalte die mit ihrem Wasserdruck nicht zufrieden sind, müssen selbst eine Druckerhöhungsanlage installieren.
Wie in der Bürgerversammlung von den Anwesenden gewünscht wurde, wird der Beitrag zur Verbesserung der Trinkwasseranlage Sachsenried in einer Vorauszahlung und einer Schlussrechnung einbehalten. Die Abschlagszahlung wird Ende Mai / Anfang Juni per Bescheid eingezogen.
Der Gemeinderat beschloss, dass für die Geschossfläche ein Betrag von 3.-€/m² und für die Grundstücksfläche von 1.-€/m² erhoben wird.
Hier entsteht ebenfalls das Problem der prozentualen Umlegung der Gesamtkosten. Der Gemeinderat hat sich hier vorab bereits Gedanken gemacht. Ein Beschluss wurde jedoch vorerst nicht gefasst. Auch hier stellt sich für das Gremium die schwierige Entscheidung, zu wie viel Prozent der Gesamtkosten umgelegt werden sollen. Auch hier gilt - je niedriger die prozentuale Umlegung angelegt wird, desto teurer wird natürlich der Trinkwasserpreis in Sachsenried.
Zur genauen Aufnahme der Geschossflächen der beitragspflichtigen Gebäude konnte Herr Erwin Hüttner aus Schwabsoien gewonnen werden. Er wird nach den Osterfeiertagen beginnen (zunächst in Sachsenried und anschließend in Schwabsoien) die Gebäudeflächen genau zu erheben. Bitte unterstützen Sie hierbei Herrn Hüttner.
Februar 2003
Kanalbau in Schwabsoien und Sachsenried
Der Bauabschnitt 01 umfasst die Wasserversorgung und Kanalisation von Sachsenried ( mit Ausnahme Haslach und Reitleriedweg), sowie den Verbindungssammler nach Schwabsoien. Dort die Kanalisation der Kaufbeurerstraße bis zur Pumpstation im Anger von Schwabsoien und die Druckleitung zum Klärwerk. Die Vergabe dieser Bauarbeiten wurde an die Firma Riebel aus Mindelheim vergeben.
Die Arbeiten in Sachsenried sollen bis Juli 2004 abgeschlossen sein. In Schwabsoien soll der Kanalbau östlich der Landsbergerstraße ebenfalls 2004 fertig sein, anschließend wird im Jahr 2005 der Westteil Schwabsoiens kanalisiert.
Rund 9,8 Millionen Gesamtkosten kommen mit dem Kanalbau auf die Gemeinde zu.