Der erste Schulmeister in Sachsenried wurde bereits 1623 genannt.
Die Gründung der Schule war im Jahre 1750 durch Pfarrer Atterer. In der Zeit der Säkularisation wurde das Schulwesen und die damit verbundene Volksbildung umstrukturiert. Der Pfarrer war gleichzeitig Vorgesetzter des Lehrers.
Bis zum Jahre 1867 wurde der Schulunterricht im Anwesen Nr. 33 gegenüber der Kirche erteilt (jetzt Kirchenstr. 9), dann im neuerbauten Schulhaus.
Die Bezahlung der Unterrichtenden war sehr gering, und so besserten die Schullehrer ihr kärgliches Einkommen durch Mesnerdienste auf ( u. a. auch mit dem Wetterläuten).
Die Nebenämter der Lehrer (die oft auch eine winzig kleine Landwirtschaft betrieben oder betreiben mußten, um überleben zu können) wurden nach und nach abgebaut. Der Mesnerdienst des Schullehrers wurde 1917 eingestellt.
1919 wurde die Schule selbständig und die Lehrer wurden Staatsbeamte. Die Bezahlung war immer noch sehr gering. Deshalb führten die Schullehrer noch die Organistentätigkeit und den Chorleiterdienst aus.
Am Sonntag fand zusätzlich noch die "Sonntagsschule" statt, vielleicht vergleichbar mit der heutigen Berufsschule, auch mußte die Christenlehre besucht werden.
Die Lehrer an der Sachsenrieder Schule:
Während des Kriegsdienstes von Karl Hofmeister, 1939-1945, wurde er durch die Lehrerinnen Bernardine Hofmair von 1939-1943 und Philomena Kellner (später Heidorn) von 1943-1945 vertreten.
Nach dem Krieg von 1946-1949 ( Flüchtlingszeit) wurde wegen Platzmangel im Schichtbetrieb unterrichtet - vormittags die älteren Schüler und nachmittags die unteren Klassen.
Lehrer Karl Hofmeister wurde hier von der Lehrerin Anna Repper aus Schongau unterstützt, die den Weg zur Arbeit oft zu Fuß zurücklegte.
1969 wurde die Sachsenrieder Volksschule aufgelöst.