Pumpenhaus

Im Jahre 1909 hat die Gemeinde Sachsenried vom Waffenschmied Gebhard Kaufmann ein Wasserrecht zum Antrieb eines Pumpwerkes gekauft. Im gleichen Jahr wurde neben der Waffenschmiede ein Pumpenhaus errichtet. Mittels eines Wasserrades wurde eine Pumpe angetrieben, welche das bei den Schönachquellen gewonnene Wasser nach Sachsenried in eine Wasserreserve gefördert hat. Das Triebwerk der bis 1978 selbständigen Gemeinde Sachsenried ist mit einem Zuppinger- Wasserrad (=mittelschlächtiges Rad) ausgestattet. Der Durchmesser des Rades beträgt 2,60 m. Für das Triebwerk steht ein Gefälle von 1,15 m zur Verfügung.

Das Pumpwerk besteht aus einer Kolbenpumpe für eine Fördermenge von 60 l /Minute.

Die manometrische Förderhöhe betrug 105 m, die Druckrohrleitung hatte eine Länge von 3.700 m.

Im Jahre 1948 hat das Triebwerk seine Funktion durch die Installation einer elektrischen Unterwasserpumpe verloren. Die Pumpe ist heute noch voll funktionsfähig.

Im Rahmen der Dorferneuerung wurde das Pumpenhaus saniert und kann nun jährlich am Pfingstmontag beim Mühlentag besichtigt werden.

 
Pläne
zum Bau
des Pumpenhauses
 

Weißhammerschmiede

Die Weißhammer- oder Waffenschmiede läßt sich an Hand der Chronik von Schwabsoien bis zum Jahre 1806 zurückverfolgen. Im Bayerischen Staatsarchiv finden sich Hinweise darauf, dass die Waffenschmiede bereits im 17. Jahrhundert errichtet wurde. Die Hammerschmiede wurde bis zum Jahr 1918 betrieben, dann wurde sie in eine Landwirtschaft umgewandelt.

Anfang der 60er Jahre wurde das Gebäude abgebrochen. Heute steht an dieser Stelle seit 1994 ein Neubau mit unerschlächtigem Wasserrad zur Stromgewinnung (kommt nur bei geringen Fallhöhen zum Einsatz).