Gemeindewappen

1978 beschloss der Gemeinderat, ein eigenes Wappen in Auftrag zu geben. Mit der Anfertigung wurde der Heraldiker Peter Ziller in Herrsching betraut, der fast alle Wappen im Landkreis geschaffen hat. Drei Jahre dauerte es, bis das Wappen fertiggestellt war und der Regierung von Oberbayern zur Genehmigung vorgelegt werden konnte.

Im Mai 1982 überreichte Landrat Mnafred Blaschke bei einer Festsitzung im Gasthof Post Bürgermeister Anton Berkmüller die Verleihungsurkunde.

Der Inhalt des Hoheitszeichens ist wie folgt zu begründen: " In der Gemeinde Schwabsoien wurde 1978 die früher selbständige Gemeinde Sachsenried eingegliedert. Der Gemeindename leitet sich vom See ab, der noch 1589 in der Nähe des Ortes lag: das Gemeindewappen zeigt daher ein Mühlrad als heraldisches Symbol für Wasser. Schwabsoien war (vermutlich) alter Besitz des Hochstiftes Augsburg, das bis 1785 die Niedergerichtsbarkeit ausübt, während die Hochgerichtsbarkeit beim bayerischen Landgericht Schongau lag. Die für das Wappen gewählten Farben Weiß und Blau weisen darauf hin, dass ab 1785 die unumschränkte Landeshoheit im heutigen Gemeindegebiet bei Kurpfalzbayern lag. Als Symbol für die geistliche Herrschaft wurde der Bischofsstab in das Gemeindewappen aufgenommen und zwar in den Augsburger Farben Rot und Weiß. Der Lilienstab weist auf das Kloster St. Mang in Füssen hin, zu dessen frühesten Besitzungen Gemeindeteil Sachsenried gehört. Der Kiefernzapfen in der Krümmung des Bischofsstabs erinnert an den historisch bedeutsamen Sachsenrieder Forst, der ein Teil des großen Königsgutes Kaufbeuren gewesen ist. Die neue Fahne zeigt drei Streifen in den Farben Weiß/Blau.

 

Nachdem der Gemeinde Schwabsoien durch die Regierung von Oberbayern ein Ortswappen verliehen wurde, wurde auch eine Silbermedaille zu diesem Anlass geprägt (Raffeisenbank Peiting/Altenstadt). Die Medaille zeigt auf der Vorderseite eine Abbildung des neuen Ortswappens mit der Umschrift: Gemeinde Schwabsoien-Bayern. Die Münze wurde in 1000/1000 Feinsilber, Hochglanz poliert geprägt, das Gewicht beträgt 11,13 Gramm, der Durchmesser 30 mm. Die Medaille war auch in Altsilber und Gold erhältlich.

Die Stückzahl der Prägung war begrenzt.

 


"In Silber eine eingeschweifte blaue Spitze, darin ein silbernes Mühlrad, vorne beseitet von einem roten Bischofsstab, dessen Krümme in einen Kiefernzapfen ausläuft."