Waldhaus

Das Waldhaus im Sachsenrieder Forst

Das idyllische Haus im Hochwald war seit 1864 Treffpunkt für Forstleute und Wanderer, Ziel ungezählter Klassenausflüge und Vatertagspartien, sowie Zufluchtsort von Pilzsammlern und Waldläufern.

Das Waldhaus wurde 1864 erbaut.  Im Erdgeschoss wurde eine geräumige Gaststätte eingerichtet und im Obergeschoss Wohnung und Dienststelle für einen Forstbeamten. Im Jahre 1869 wurde rund ums Waldhaus auf einem dreiviertel Tagwerk großen Grundstück eine Pflanzung mit ausländischen Bäumen und Sträuchern angelegt. Auch war hier viele Jahre die erste und damit älteste bayerische Belegstation für die Zucht von Bienenköniginnen der Nigrarasse.

Als im Jahre 1922 die Bahnstrecke Kaufbeuren-Schongau eröffnet wurde, fuhr man von Kaufbeuren gerne mit dem "Sachsenrieder Bähnle" bis zur Haltestelle Stocken oder bis zur Ladestelle Sachsenrieder Forst, wo die Bahn mit 818 Metern ihren höchsten Punkt erreichte, und wanderte von dort über die Stachustafel in gut einer Stunde zum Waldhaus.

Nach 116 Jahren schlug dem Waldhaus seine letzte Stunde und es wurde wegen Baufälligkeit abgerissen. Es gab kein fließendes Wasser und keinen Strom.

Auch wurde vom Landratsamt keine Konzession mehr erteilt.

 
Bereits im Jahre 1903 traf sich eine Jagdgenossenschaft zu einem gemütlichen Beisammensein - hkö
 
Waldhaus, ca. 1903
 
Waldhaus 1939
 
Waldhaus, Eingang
 
Waldarbeiter beim Waldhaus, ca. 1929
 
Waldarbeiterinnen, ca 1930
 
Waldarbeiter 1949, Bezirk 2
 
Waldhaus 1950
 
Ein Sonntag vor dem Waldhaus