Molkereigenossenschaft

Alte Käsküche
Käser bei der Arbeit
Auf dem Weg zur Käsküche (Anni Welz)
Thekla Dämpfle füllt Käswasser ein
In der Käsküche
Käser Georg Rauh

Im Februar 1883 fanden sich verschiedene Landwirte zusammen und gründeten die Molkereigenossenschaft.

22 waren es, die das Gründungsprotokoll unterzeichneten.

Am 19. Februar  1883 erfolgte die Eintragung beim Amtsgericht Schongau. Einige Jahre später wurde noch eine zweite Genossenschaft gegründet, die sog. Molkereigenossenschaft II.

Es gab damals noch keinen Kraftstrom, alles mußte mit der Hand verarbeitet werden.

Der Milchpreis betrug vor dem 1. Weltkrieg ca 10-12 Pfennig je kg. Dann folgte die Inflation und an die Bauern mußten "Milliarden" ausgezahlt werden.

Weiter betrug der Milchpreis in den Jahren 1932 10 Pfennige pro kg, 1933 nur noch 7-8 Pfennig.

1937 dann wieder 14 Pfennig.

Im Januar 1937 wurde die Genossenschaft dann Mitglied beim Butterwerk Schongau und beschloss den anfallenden Rahm dort verarbeiten zu lassen. 1937 wurde auch durch teilweisen Abbruch des alten Gebäudes und Neubau die Molkereitechnik auf den damaligen neuesten Stand gebracht.

Das Jahr 1949 wurde wieder zu einem Markstein. Hier wurden die beiden Genossenschaften verschmolzen. Diese Verschmelzung war für alle Beteiligten von Vorteil, da die Verarbeitung viel rationeller gestaltet werden konnte.

Die Käsereiherstellung in eigener Regie erfolgte bis zum Jahr 1954.

Die weitere Entwicklung zeigte dann, dass der Großbetrieb dem kleinen auf allen Gebieten überlegen ist. Daher haben sich die Verantwortlichen entschlossen, die gesamte Milch vom Butterwerk verarbeiten zu lassen.

Interessant ist die Übersicht der angelieferten Milchmengen:

1939   1 100 000 kg

1950   1 129 000 kg

1957   1 600 000 kg

1960   1 790 000 kg

1961   1 783 558 kg

1962   2 053 877 kg, es war eine besonders starke Steigerung der Milchanlieferung zu verzeichnen.

Im Jahre 1963 wurde das 80jährige Jubiläum gefeiert. Vorstand waren damals Josef Helmer, Aufsichtsrat Peter Dacher und Martin Schleich.

Direktor beim Butterwerk war Dr. Hörl. Das Butterwerk verarbeitet 1963 ca. 90.000 Ltr. MIlch täglich. Hier wurde nun ein Trockenwerk gebaut, um Schwankungen beim Käseabsatz ausgleichen zu können.

Nach einem Beschluss der Molkereigenossenschaft Schwabsoien vom Buß- und Bettag 1989 wurde das Gebäude an ein Mitglied verkauft, der die bereits bestehende Wohnung im ersten Stock nach der fälligen Renovierung als Wohnraum nutzen will.

Ein Großteil der Gerätschaften zur Milchkühlung und -verarbeitung wurden an eine Andechser Molkerei verkauft.