Die Wasserversorgung von Sachsenried

 

Die Wasserversorgung war früher ein sehr großes Problem. Im  Oberdorf waren  Pumpbrunnen, die aber bei Trockenheit fast kein Wasser lieferten, die untere Dorfhälfte wurde mit Wasser aus den etwas höher gelegenen Quellen südlich des Ortes versorgt (heute die beiden Dorfbrunnen).

 

Als im Jahre 1888 die Käsküche gebaut wurde, wuchs auch der Viehbestand und Wassermangel war vorprogrammiert.  Unter Bürgermeister Georg Preisinger wurde der Bau einer neuen Hochdruckwasserleitung von Schwabsoien beschlossen.

 

Im Jahre 1909 hat die Gemeinde Sachsenried vom Waffenschmied Gebhard Kaufmann ein Wasserrecht zum Antrieb eines Pumpwerkes gekauft. Im gleichen Jahr wurde neben der Waffenschmiede ein Pumpenhaus errichtet. Mittels eines Wasserrades wurde eine Pumpe angetrieben, welche das bei den Schönachquellen gewonnene Wasser nach Sachsenried  in eine Wasserreserve gefördert hat.

 

Das Triebwerk ist  mit einem mittelschlächtigen Zuppinger-Wasserrad ausgestattet. Der Durchmesser des Rades beträgt 2,60m. Für das Triebwerk steht ein Gefälle von 1,15m zur Verfügung.

 

Das Pumpwerk besteht aus einer Kolbenpumpe für eine Fördermenge von 60 l/Minute. Die manometrische Förderhöhe betrug 105 m; die Druckrohrleitung hatte eine Länge von 3.700 m.

 

1910 sprudelte erstmals Wasser in jeder Menge aus den Hähnen.

Gleichzeitig wurde auch mit dem Einbau von Hydranten der Feuerschutz ganz erheblich verbessert.

 

      Beschreibung der Wasserbenützungsanlage==>

 

Im Jahre 1948 hat das Triebwerk seine Funktion durch die Installation einer elektrischen Unterwasserpumpe verloren.

 

Anfang der 90er Jahre wurde eine neue Leitung von Schwabsoien nach Sachsenried zur Wasserreserve gebaut.

 

Im Jahre 2003 wurde mit dem Bau der neuen Wasserreserve und neuen Leitungen innerorts begonnen. Die Baumaßnahme soll zum Herbstbeginn 2004 beendet sein.

 

Käsküche