Schongauer Präsident Chef der Soier Narren 

 

Die Doppelfunktion des Sigi Müller 

 

Schwabsoien/Schongau - Ab sofort hat er eine Doppelfunktion: Siegfried Müller, seit vier Jahren Präsident der Schongauer Faschingsgesellschaft (SFG), hat nun auch bei der Schwabsoiener Faschingsgesellschaft das Sagen. Die Damen und Herren der Soier Vorstandschaft haben sich darauf verständigt, den 32-jährigen, gesellig veranlagten Schongauer als Vorsitzenden vorzuschlagen, wenn Ende April die Hauptversammlung mit den Neuwahlen ansteht.

Hintergrund ist, dass der bisherige Präsident der Schwabsoiener Narrenschar, Michael Kögel, nicht ein weiteres Mal kandidiert und sich in den eigenen Reihen niemand zur Nachfolge bereit erklärt hat. Denn für den 25-Jährigen aus Sachsenried läuten heuer die Hochzeitsglocken. Er möchte heuer seine Freundin Daniela vor den Traualtar führen.

 

"Eng verbandelt"

 

Die Faschingsfreaks aus Schongau und Schwabsoien seien schon seit Jahren "eng verbandelt", kennt Sigi Müller die Zusammenhänge. Er selbst ist dort bereits seit einigen Jahren Mitglied und hat schon manches Mal mitgeholfen, wenn`s um Organisatorisches gegangen ist.

Nicht nur im Führen eines Vereins ist Sigi Müller "ein alter Hase". Er bekennt gerne, dass er die Schwabsoiener Gardemädchen genauso kennt wie die Schongauer: "Ich habe schon alle Gardemädels in Soien geküsst", sagt er, ohne deswegen abzuheben. Seine erste Amtshandlung wird sein, im Anschluss an die Neuwahlen Ende des Monats "einen gebührenden Einstand in flüssiger Form" zu geben.

 

Seine zusätzliche Funktion als Soier Narren-Sprecher wird aber auch einschneidende Änderungen mit sich bringen. Denn die Überlegungen Müllers gehen dahin, dass Schwabsoien und Schongau nächstes Jahr gemeinsam einen großen Faschingszug ausrichten. Und zwar in Altenstadt! Diese "Bombe" ließ er im Gespräch mit unserer Zeitung platzen.

Warum dort? Altenstadt liege zum einen zwischen beiden Orten. Und zum zweiten seien die schlechten Erfahrungen, die die Schongauer heuer beim Gaudiwurm am letzten Februarsonntag mit der nur unzureichend geräumten Altstadt gemacht haben, ein wesentlicher Grund.

 


 

 

Schongauer Nachrichten

 

1. April 2006